Im Hohelied des Alten Testaments sind es “die Wächter, die des nachts auf den Straßen gehen”, im späten Mittelalter wurde er latinisiert als Nocticustos bezeichnet, und in Jena taucht er 1418 zum ersten Mal in den Akten auf: der Nachtwächter.
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Fast fünfhundert Jahre lang sorgte er in den dunklen Gassen der Stadt für Ruhe und hat in dieser Zeit so manches gehört und gesehen. Wer dieses wichtige Amt übernehmen wollte, mußte eine kräftige Stimme haben: Stündlich hatte er die Zeit auszurufen, und auf seinem Gang durch die Dunkelheit mußte der Hüter der Nacht noch das eine oder andere fromme Lied singen. Heutzutage streift wieder ein Nachtwächter durch das nächtliche Jena, ausgestattet mit Horn und Laterne und bewaffnet mit einer Hellebarde, und wer mag, kann ihn am 12. November begleiten.
Start ist (pünktlich!) um 18 Uhr am Johannistor.
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